Dubai World Cup
26. März 2006

 

Aufgalopp zum teuersten Rennen der Welt

In Dubai wird der World Cup gestartet - es geht um sechs Millionen Dollar und einen Pokal aus Gold

 

Es geht um viel Geld und die Ehre. Für deutsche Verhältnisse ist es unvorstellbar.

In den sieben Rennen des Renntages, Nachmittags von 14 bis 18.20 Uhr MEZ, gab es auf der Galopprennbahn Nad Al Sheba in Dubai am Persischen Golf insgesamt 15,2 Millionen US-Dollar zu gewinnen. Sechs Millionen davon spendierte Scheich Mohammed Al Maktoum allein im Dubai-World-Cup, dem höchstdotierten Rennen der Welt. Es war und ist der Höhepunkt des Sportfestivals in Dubai und wohl auch des Rennsports im allgemeinen.

Auch 2006 findet der Dubai World Cup statt. Dieses Mal wird der Höhepunt der Rennwochen am 26. März ausgetragen.

Informationen zum Renntag über info@HorseandMore-InternationalMarketing.com

Ein Rückblick auf das Rennen
von Christiane Buck

Royal Ascot auf Arabisch

Das höchst dotierte Galopprennen der Welt fand gestern in Dubai statt - für den Gewinner gab es sechs Millionen Dollar

Es ist heiß, die Sonne sticht. In langen, tief dekolletierten Kleidern staksen Frauen in High Heels über den Rasen am Rande der Rennbahn. Stolz tragen sie ihre farbigen Hüte mit hohen Krempen und bunten Federn. Ist das hier Royal Ascot in England oder Baden-Baden? Von wegen. Mitten im arabischen Golf fand gestern das höchst dotierte Pferderennen der Welt, der "Dubai World Cup" statt.

Und wie bei den europäischen Vorbildern stehen auch in Dubai für viele der über 40 000 Besucher weniger die Pferde als das Äußere der Damen im Mittelpunkt. Zudem gibt es in Dubai einen ganz besonderen Höhepunkt: Den Wettbewerb für die schönsten Hüte.

Besucherinnen wie die deutsche Modedesignerin Irene Sieber sind davon besonders begeistert. Die bayerische Unternehmerin des Jahres hatte neulich in Dubai ein Modegeschäft für Frauen mit dem "Wohlfühl-Idealgewicht" eröffnet und genießt das Rennen nun in einem türkisfarbenen Gewand.

Lily Arjomand, die Marketingmanagerin des eleganten New Yorker Ladens "Saks Fifth Avenue" und gleichzeitig Hauptsponsorin des Wettbewerbs, gibt den anwesenden Damen nebenbei Modetipps: "Der Retro-Art-déco-Look ist wieder in - lange Handschuhe mit kurzärmligen Jacken." Das mag im kühlen New York in sein, im 35 Grad heißen Dubai ist das harte Arbeit.

Ausgezeichnet wird am Ende ein grünes Hut-Ungetüm mit großen Blumen, das die Russin Ivana Romanello trägt.

Währenddessen sitzen die arabischen Frauen verhüllt in schwarzen Umhängen, den Abayas, in VIP-Loungen mit bestem Blick über die zwei Kilometer lange Rennbahn. Viele tippen mit, um die 25 000 Euro zu gewinnen - allerdings ohne Wetteinsatz, denn der Tipp kostet nichts. Schließlich ist Wetten nach islamischem Recht verboten, ebenso wie Alkohol. Doch auch daran hält man sich in Dubai nicht allzu streng. In der "Bubble Lounge" wird Champagner getrunken, die Flasche zu 300 Dirhams (75 Euro).

Das eigentliche Rennen wird so fast zur Nebensache - getreu dem Motto "Ja wo laufen sie denn?"

Am besten lief übrigens das britische Pferd Polish Summer, das die sechs Millionen Dollar gewann - das höchste Preisgeld der Welt.

 Ma’as-salama !

Auf Wiedersehen in den Vereinigten Arabischen Emiraten